Kanu lernen & Kurse finden
Kanusport unterscheidet sich vom Rudersport durch die Boote, die Paddel und die Tatsache, dass sich der Sportler in Blickrichtung über das Wasser bewegt. Davon abgesehen ist die Bezeichnung Kanu im deutschen Sprachgebrauch nicht präzise, denn sie bezeichnet zwei sehr unterschiedliche Bootsgattungen: das Kajak und den Kanadier. Die ersten historischen Funde von Kanu-Abbildungen sind auf das vierte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung datiert und fanden sich in Vorderasien. Mit der Entwicklung moderner Fertigungstechniken und Baumaterialien wurden Kanus nicht zuletzt wegen besserer Transportfähigkeit beliebter.
Kanu Anbieter und Kurse
Kanu im Detail
Schlauchboote, Kajaks und Kanadier unterscheiden sich nicht nur in der Bootsform, sondern auch in der Art des Paddelns. Während Kajaks mit einem Doppelpaddel bewegt werden, benutzt der Kanadierpaddler ein abwechselnd auf beiden Seiten des Bootes einzutauchendes Stechpaddel. In Schlauchbooten existieren beide Formen. Sowohl bei Kanadiern als auch Kajaks sind Wettkampfsport und Tourenpaddeln mögliche Trainingsziele.
Da das Wettkampfpaddeln sehr trainingsintensiv ist, sind sportlich ambitionierte Paddler in Regionen mit offenen Trainingsgewässern oder Leistungszentren im Vorteil. Als Gesundheitssport hat das Kanufahren zahlreiche nicht zu unterschätzende Vorteile, die auch den Freizeitkanuten jeden Alters auf seine Kosten kommen lässt. Naturgemäß besitzt das Erlernen des Paddelns unabhängig von der Bootsform einen großen theoretischen Teil.
Sicherheitsvorschriften, Verkehrsregeln für das offene Wasser, Umweltschutzbestimmungen sowie eine Reihe an Techniken zur Absicherung der Boote müssen vor jeder Kanuwanderung selbst in Begleitung eines Tourguides sicher beherrscht werden. Hier empfiehlt sich das heimische Training, um eine Kanuwanderung am Urlaubsort ohne Verzögerung starten zu können.
Kanupaddeln mit Doppel- oder Stechpaddel ermöglicht ein effizientes Muskeltraining für den ganzen Körper. Besonders die Muskulatur des Rückens wird gestärkt und für den Alltag wird eine Verbesserung der Haltung erzielt. Das Paddeln in kniender Position im Kanadier schult in besonderem Maß darüber hinaus den Gleichgewichtssinn. Weil diese Position außerdem die Kontrolle über das Boot erleichtert, ziehen viele Trainer diese Paddelvariante dem sitzenden Paddeln vor.
Beim Paddeln wird als Nebeneffekt die Teamkompetenz entwickelt und insbesondere das Paddeln in größeren Booten unterstützt den Vertrauensaufbau zu anderen. Dieser Effekt ist sinnvoll zu nutzen, indem bestehende Gruppen wie Kollegenkreise oder Schulklassen in unterhaltsamen Varianten des Kanusports durch gemeinsame sportliche Erfahrung zusammengeschweißt werden. Solche Erlebnisse sind als mehrtägige Kurse oder Gruppenausflüge realisierbar.