Cembalo lernen & Kurse finden

Als historisches Tasteninstrument hatte das Cembalo im 15. bis 18. Jahrhundert seine Blütezeit. Sein Aussehen gleicht in etwa einem Klavier, jedoch ist seine Tonart heller. Die Tonerzeugung erfolgt durch Kiele, die die Saiten anreißen. Aus diesem Grund wird das Cembalo auch Kielflügel genannt. Die Anschläge beeinflussen nicht den Klang im Gegensatz zum Klavier. Bei speziellen Cembali sind Dämpfer eingebaut, die das leisere Zupfen einer Laute imitieren können. Verdrängt durch das Hammerklavier wird das Cembalo ab dem frühen 20. Jahrhundert wieder entdeckt und erfreut sich zusehens neuer Beliebtheit.

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Cembalo im Detail

Bevor das Hammerklavier seinen Siegeszug antrat, wurden die alten Klavierstücke auf dem Cembalo komponiert. Die Unterrichtsstunden beginnen mit Fingerübungen, um die einzelnen Finger beweglich zu machen.

Wer bereits Klavier spielen kann, wird bei dem Erlernen des Cembalos weniger Probleme haben. Der Unterschied zum Klavier findet sich in einigen Techniken. So lassen sich die Klänge nicht durch den Anschlag beeinflussen, da die Saiten angerissen und nicht geschlagen werden.

Anfänger erlernen neben den ersten Klängen des Cembalos auch die Noten, um die Werke von beispielsweise Bach auf dem Instrument später nachspielen zu können. zu Beginn jedoch werden die Noten durch eine einfache Abfolge von Tonleitern und Tonspielen verinnerlicht. Dabei wird zuerst die rechte Hand trainiert, ehe die linke hinzu kommt. Erst bei vollkommenem Beherrschen der jeweiligen Techniken werden beide Hände zeitgleich benutzt. Die Ausarbeitung dieser Technik benötigt viel Geschick und Übung.

Durch das helle Klangbild des Cembalos wird der Schüler schon beim ersten Spielen in eine vergangene Zeit zurückversetzt. Um die feinen Unterschiede zu hören, steht die Ausbildung des Gehörs ebenfalls auf dem Unterrichtsplan.

Erlernen kann das Cembalospielen jeder ab einem Alter von 6 Jahren bis ins hohe Alter. Für Fortgeschrittene lassen sich auch schwerere Musikstücke einstudieren, um beispielsweise die Originalstücke neu aufleben zu lassen.

Im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten des gleichen Jahrhunderts lassen sich die Techniken verfeinern und Musikstücke neu erleben.

Für Fortgeschrittene bietet sich das Erlernen der Technik des zweimanuellen Cembalos an. Hierbei werden auf zwei Tastenreihen unterschiedliche Töne erzeugt.