Master-Abschluss führt nicht zu höheren Gehältern

13.11.2009

Das Bachelor-Studium führt innerhalb von zumeist drei Jahren zu einem ersten Abschluss, während im anschließenden Master-Studium mit einer Dauer von zwei weiteren Jahren sowohl die Kenntnisse als auch die Fähigkeiten zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten vertieft werden können. Der modulare Aufbau soll eigentlich dazu führen, dass Absolventen des Master-Studiums beim Berufseinstieg mit anspruchsvolleren Aufgaben betraut und entsprechend besser vergütet werden.

Der Uni-Spiegel zitiert in seiner aktuellen Ausgabe eine studentische Studie, welche diese Erwartung widerlegt. Die Studenten der Kommunikationswissenschaft werteten bundesweit Stellenanzeigen aus und ergänzten die daraus gewonnenen Erkenntnisse durch Befragungen von Personalmanagern ausgewählter Großunternehmen. Das Ergebnis der Untersuchung war, dass gegenwärtig weniger als 30% der Unternehmen bereit sind, die durch ein Master-Studium erworbene höhere Qualifikation angemessen zu vergüten. Die Autoren äußern jedoch die Hoffnung, dass der Unterschied zwischen einem Bachelor- und einem Masterabschluss beim Einstiegsgehalt auswirken wird, wenn die recht neuen Abschlüsse erst einmal im Bewusstsein der Personalverantwortlichen verankert sind.